Wandertipp: Der Teinacher Premiumwanderweg bei Bad Teinach (Nordschwarzwald)

Eine abwechslungsreiche und kurzweilige Wanderrunde bei Bad Teinach möchten wir euch vorstellen. Dieses Mal waren wir auf dem Premiumwanderweg „Der Teinacher“ unterwegs. 

Diese Runde ist gerade einmal 10 km lang und bietet alles, was das Wanderherz begehrt.  Der Teinacher führt durch die Wolfsschlucht, vorbei an einer tollen Einkehrmöglichkeit in der Schloßberghütte (aktuell leider wegen Corona geschlossen) und hoch zur Ruine Zavelstein. 

Nachdem wir eigentlich immer frühmorgens zu unseren Wanderungen starten, entschieden wir uns dieses Mal für eine Abendrunde. Das Besondere daran ist die Einsamkeit auf den Wanderwegen und das tolle Abendlicht zur goldenen Stunde.  

Unser Startpunkt in Bad Teinach

Unsere Tour startete und endete am Freibad in Bad Teinach im Nordschwarzwald. Hier schlängelt sich der gleichnamige Fluss Teinach idyllisch hindurch. Über den Kurpark ging es an einem großen Mühlenrad und am Industriegelände ďes Bad Teinachers Mineralwassers vorbei. Im Anschluss ging es zur Jahrhundertbank und danach direkt zum ersten Highlight, der Mathildenanlage.  

Kurpark mit Hotelanlage in Bad Teinach
Kurpark mit Hotelanlage in Bad Teinach
Mühlenrad
Mühlenrad
Jahrhundertbank in Bad Teinach
Jahrhundertbank in Bad Teinach

Die Mathildenanlage / Mathildenstaffel  

Die Mathildenanlage ist eine endlos wirkende historische, steinerne Treppen-Anlage. Über 600 Stufen führen steil hinauf von Bad Teinach nach Emberg. Ein paar wenige Rast- und Ruhebänke machen diese Weg-Anlage zu einem echten Erlebnis.

Steiler Abschnitt der Mathildenanlage
Steiler Abschnitt der Mathildenanlage
Treppen-Anlage im Wald
Treppen-Anlage im Wald

Benannt wurde diese Anlage nach der ersten Königin des Landes Baden-Württemberg Charlotte Auguste Mathilde von Württemberg, welche in der Zeit von 1766 bis 1828 lebte.  

Oben angekommen, erwartete uns eine schöne Bank für eine ausgiebige Rast mit Blick auf ein großes Wiesen-/Weizenplateau. Da die Sonne schon im Westen stand, war der Lichteinfall an diesem Ort besonders harmonisch und irgendwie sehr beruhigend.

Kleines Päuschen zum Entspannen
Kleines Päuschen zum Entspannen
Traumhafte Abendstimmung auf dem Weizenplateau
Traumhafte Abendstimmung auf dem Weizenplateau

Wir genossen die Ruhe hier sehr. Zumal wir bislang auch noch keiner anderen Seele begegnet sind. Anschließend ging es weiter in Richtung der Wolfsschlucht.  

Die Wolfsschlucht  

Diese Schlucht klingt, aufgrund ihres Namens, sehr interessant. Wer hier jedoch eine tiefe, klammartige Schlucht mit Wasser erwartet, wird enttäuscht. Wasser fließt hier wohl schon seit einiger Zeit nicht mehr hindurch. Man kann noch sehr gut die Flussverläufe erkennen, aber mehr leider nicht. 

Dennoch ist die Wanderung durch die Schlucht toll, da man zeitweise das Gefühl hat durch einen Urwald zu laufen. Je nachdem für welchen Weg ihr euch entscheidet, ist der Pfad sehr schmal und führt vorbei an zahlreichen Heidelbeersträuchern und Farnpflanzen.  Aber Achtung: Ein Zeckenspray wäre hilfreich. 

Schmaler Pfad durch die Wolfsschlucht
Schmaler Pfad durch die Wolfsschlucht
Jede Menge Heidelbeersträucher
Jede Menge Heidelbeersträucher

Von der Wolfsschlucht führte uns der Weg direkt zur Schloßberghütte. Diese Einkehrmöglichkeit ist eine tolle Blockhütte, die mit einer sehr schön ausgerichteten Sonnenterrasse zum Verweilen einlädt.   

Schloßberghütte
Schloßberghütte

Wir gönnten uns ein Vesperbrettchen und genossen die wunderbare Aussicht. Eine zünftige Einkehr gehört für uns immer zu einer Wanderung dazu. Zeit um innezuhalten, die Wanderung richtig zu genießen und dabei noch regionale Spezialitäten zu probieren. Das entschleunigt immer wieder enorm.  

Einkehr muss sein :)
Einkehr muss sein 🙂

Nach unserer kleinen Pause und einem kurzen Plausch mit dem Gastwirt ging es für uns immer weiter bergauf zur Ruine Zavelstein. Die Aussicht auf den Weg dorthin war einfach grandios.  

Ruine Zavelstein  

An der Ruine angekommen, waren wir ganz allein und die untergehende Sonne tauchte die verbliebenen Burgmauern in ein warmes, beruhigendes Abendlicht. An Gemütlichkeit und Ruhe war das an diesem Tag kaum zu übertreffen.  Diese Ruine gehört zum gleichnamigen Ort Zavelstein (Bad Teinach-Zavelstein) und wurde um 1200 als Stauferburg errichtet.

Die Burg hat eine bewegende Geschichte hinter sich. Sie wurde bis 1630 von einer Burg zu einem Schlößchen umgebaut und später um 1692 von französischen Truppen, im Zuge der frz.-pfälzischen Erbfolgekriege zerstört. Während die Häuser drumherum wieder aufgebaut wurden, blieb die Burg als Ruine zurück. Sie fügt sich dennoch harmonisch in die Umgebung ein.  

Blick in die Ruine Zavelstein
Blick in die Ruine Zavelstein
Ruine Zavelstein zur goldenen Stunde
Ruine Zavelstein zur goldenen Stunde

Die Burg kann ganzjährig besichtigt werden und ein ca. 28 m hoher Turm lädt zu einem traumhaften rundum Blick in die Region ein. Über eine Brücke gelangt man in das romantische Fachwerkstädtchen Zavelstein.

Blick nach Zavelstein
Blick nach Zavelstein
Die Brücke über den Burggraben
Die Brücke über den Burggraben

Dieser Ort ist sehr klein, aber wirklich idyllisch anzusehen. Von hier aus führte uns die letzte Etappe durch den Wald zurück zum Freibad in Bad Teinach.  

Blick auf Bad Teinach
Blick auf Bad Teinach

Fazit unserer Tour  

Mit nur knapp 10 km und davon ca. 400 m bergauf ist diese Runde eine wirklich schöne, kurzweilige Tour. Insbesondere die Highlights, wie die Mathildenanlage, die Einkehr und die Ruine Zavelstein machen diese Rundwanderung auch für Familien attraktiv. Hier gibt es für Groß und Klein etwas zu erleben.  

Besondere Voraussetzungen braucht man nicht. Gute Wanderschuhe und -kleidung sowie ausreichend Verpflegung sind ausreichend. Die beste Zeit für die Tour ist sehr wahrscheinlich in der Woche bzw. am Wochenende zum späten Nachmittag hin. Zu unserer Zeit war niemand außer uns auf dieser Tour zu sehen. Das machte es für uns sehr entspannend und wir konnten sie ausgiebig genießen.  

Ihr findet unsere Route wie immer auf Komoot: Leichte Rundwanderung bei Bad Teinach inkl. Wolfsschlucht, Ruine Zavelstein und Einkehr

Schaut euch auch unsere letzte Wanderung zur Grünhütte im Schwarzwald an: Wandertipp: Von Sprollenhaus zur Grünhütte

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