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Wanderung von Oberstdorf zum Freibergsee und Söllereck

Dieses Mal haben wir eine schöne, ausgedehnte Tageswanderung zum Freibergsee und Söllereck im Allgäu gemacht. Auf Grund von Corona blieben wir auch in unserem September Urlaub innerhalb Deutschlands. Wie schon im Juni, zog es uns nochmals nach Oberstdorf im Allgäu. Wir lieben es, in der Natur zu sein und wo kann man das am besten als in den Allgäuer Alpen? In der Region gibt es zahlreiche Wandermöglichkeiten, ganz egal ob in einem Tal oder auf einen Gipfel.

Der Freibergsee

Ausgestattet mit genügend Essen und Trinken starteten wir in Oberstdorf in Richtung Westen zum Freibergsee. Zunächst liefen wir immer links entlang der Breitach. Der Beschilderung zum See kann man sehr gut folgen.

Entlang der Breitach zum Söllereck
Entlang der Breitach

Nach nicht einmal 5 km erreichten wir schon den See. Wir entschieden uns zunächst den oberen Weg zu nehmen, da man so einen traumhaften Ausblick auf den See, die dahinterliegende Heini-Klopfer-Skisprungschanze und die umliegenden Berge hat.

Blick auf den Freibergsee
Blick auf den Freibergsee

Dieser See hat die Besonderheit, dass es ein Naturbad gibt und man ihn mit Tretbooten befahren darf. Vom oberen Weg aus liefen wir hinunter zum Ufer des Sees. Dort bietet sich im Restaurant Freibergsee eine Einkehrmöglichkeit an. Eine schöne große Sonnenterasse lädt hier zum Verweilen ein.

Ufer des Freibergsees
Ufer des Freibergsees

Söllereck und Schrattenwangalpe

Vom Freibergsee ging es für uns dann in Richtung Söllereck. Zunächst flach, folgte schnell ein steiler, serpentinartiger Aufstieg durch den Wald. Der Pfad ist recht schmal und ein wenig steinig. Oben angekommen führte uns der Pfad über eine wunderschöne Alm, von der die Aussicht auf Oberstdorf und die umliegenden Berge einfach traumhaft war.

Blick auf die umliegenden Berge
Blick auf die umliegenden Berge

Vorbei an der Selbstversorgerhütte Alpe Huberlesschwand folgte ein weiterer steiler Aufstieg, der ebenfalls sehr schmal und steinig war. Er war dennoch sehr gut begehbar. Für Kinder könnte dieser Anstieg evtl. zu lang sein.

Berghütte Huberlesschwand
Berghütte Huberlesschwand

Am Ende dieses Pfades befindet sich das Hochmoor. Über einen schmalen Steg kann man hier ganz gemütlich hinüberlaufen. In der Mitte des Stegs befinden sich zwei Bänke, auf denen man Rast machen kann. Die Hochebene ist sehr idyllisch und es lohnt sich hier eine kleine Pause vor dem nächsten Anstieg zu machen.

Hochmoor
Hochmoor

Am Ende des schmalen Pfades verließen wir die bewaldete Region und hielten uns rechts in Richtung der Schrattenwangalpe bzw. Söllereckbahn Oberstdorf. Wer möchte, kann hier nach links zum Söllereck weiter hoch wandern.

Die Schrattenwangalpe liegt auf ca. 1450 m Höhe, genau zwischen Deutschland und Österreich. Von hier hat man einen tollen Rundumblick auf die Berge, wie z.B. Hoher Ifen und Gottesacker. Der Höhenwanderweg Riezlern führt von hier mit tollen Panoramaausblicken hinüber in das Walsertal nach Österreich.

Die Alpe ist eine sogenannte Senn-Alpe und die Eigentümer (Famlie Müller) besitzen sehr viele Kühe. Mit der Milch stellen sie selbst Käse, Butter, Quark und Joghurt her. Allein deswegen sollte man hier einen Stop einlegen und das eine oder andere vor Ort probieren.

Wir suchten uns einen schönen Platz im Außenbereich und gönnten uns eine kleine Einkehr. Besonders empfehlenswert für Käse-Liebhaber ist die Kasknödelsuppe. Wir haben uns eine geteilt und die war wirklich sehr lecker.

Kletterwald Söllereck

Nach unserer Pause wollten wir eigentlich nach Oberstdorf zurück wandern, da die Zeit (14:00 Uhr) auch schon fortgeschritten war. Von der Alpe ging es für uns daher erst einmal bergab in Richtung Kornau.

Nach nicht einmal 700 m kamen wir am Kletterwald Söllereck vorbei. Dieser Kletterwald ist der höchstgelegene in Deutschland und sah für uns sehr ansprechend aus. Ein kurzer wechselseitiger Blick und wir wussten, dass wir hier nicht einfach so vorbeigehen konnten. Zu unserem Glück hatten wir den Kletterwald sogar fast für uns allein. Keine Ansteh- oder Wartezeiten und das war ganz nach unserem Geschmack.

Der Normal-Preis für Erwachsene liegt bei 24,50 € für 3 Stunden inkl. Ausrüstung. Mit unserer AllgäuWalserCard gab es jedoch nochmal Rabatt, was uns sehr freute. Vor Ort gibt es Schließfächer, wo man seine Wanderrucksäcke unterbringen kann. Toiletten kann man im naheliegenden Berghaus Schönblick nutzen. Nach nicht einmal 15 min. hatten wir unsere Ausrüstung, waren mit der Einweisung fertig und standen am Einstiegspunkt zu unserem ersten Parcours.

Kletterwald Söllereck
Kletterwald Söllereck

Nicht nur die Kletterrouten sind toll und abwechslungsreich, sondern auch die spektakulären Aussichten in die Gipfelwelt der Allgäuer Alpen, die man die ganze Zeit über hat. Bei den unterschiedlichen Schwierigkeistgraden von leicht, mittel, schwer und sehr schwer findet jeder seine passende Herausforderung. Für uns war das eine spannende, adrenalinreiche Abwechslung zur eher entspannten Wanderung. Der Kletterwald ist absolut empfehlenswert, vor allem auch für Familien mit Kindern.

Rückweg nach Oberstdorf

Nachdem wir die meisten Routen (die leichteren haben wir ausgelassen) im Kletterwald gemacht hatten und es auch schon 17:30 Uhr war, entschieden wir uns für eine Einkehr im nahegelegenen Berghaus am Söller.

Berghaus am Söller
Berghaus am Söller

Das Berghaus sieht nicht nur von außen sehr gemütlich und urig aus, sondern auch von innen. Tages- und Übernachtungsgäste werden hier freundlich empfangen und traditionell bekocht.
Bei einem Kaiserschmarrn genossen wir nicht nur die Aussicht und Ruhe, sondern vor allem die Bergromantik bei der tiefstehenden Sonne. Einfach traumhaft.

Kaiserschmarrn im Berghaus Söller

Nach unserer ausgiebigen Pause machten wir uns auf den Weg zurück nach Oberstdorf. Nun hieß es für uns knapp 600 Höhenmeter wieder hinunter vom Söller, über Kornau nach Oberstdorf. Anfänglich war der Weg asphaltiert, was wir eher nicht so schön zum Wandern finden. Ab Kornau ging es dann allerdings für uns wieder über schöne Almenwiesen und bewaldete Regionen. Nach ca. 16 km kamen wir, mit jeder Menge Eindrücke und unterschiedlichen Naturerlebnissen, wieder an unserer Unterkunft an.

Unsere Route

Wie immer folgen am Ende noch ein paar Hinweise zu unserer Route. Insgesamt war diese Wanderung ca. 16 km lang und es mussten ca. 720 Höhenmeter überwunden werden. Der höchste (ca. 500 Hm) und längste (ca. 3 km) Anstieg lag zwischen dem Freibergsee und der Schrattenwangalpe. Hier war der Pfad zum Teil auch recht schmal und steinig. Solltet ihr mit Kindern diese Wanderung machen, könnte dieser Anstieg für sie evtl. ein wenig anstrengend sein.

Die Wanderung bot uns zahlreiche schöne Eindrücke und Erlebnisse. Neben dem wunderschönen Pfad entlang der Breitach, dem Freibgersee in alpiner Kulisse und den unbeschreiblich schönen Aussichten auf die österreichische und deutsche Gipfelwelt, waren die vielen Einkehrmöglichkeiten und nicht zuletzt auch der Kletterwald Söllereck ein absolutes Highlight.

Noch ein Hinweis am Rande. Solltet ihr frühzeit den Abstieg in Richtung Kornau machen, müsst ihr hier unbedingt eine Fahrt mit dem Allgäu Coaster einplanen. Diese Rodelbahn ist ganzjährig geöffnet und bietet, auf ca. 850 m Länge, Fahrspass für die ganze Familie.

Ihr findet unsere gesamte Route in Komoot: Runde von Oberstdorf zum Freibergsee inkl. Söllereck und Kletterwald

Unsere Route
Unsere Route

Schaut euch auch unsere Wanderung durch das Trettachtal im Allgäu an: Wanderung durch das Trettachtal zum Christlessee

Habt ihr auch eine tolle Wanderung im Allgäu gemacht? Wir sind offen für neue Touren und freuen uns über euren Kommentar.

2 Gedanken zu “Wanderung von Oberstdorf zum Freibergsee und Söllereck

  1. Fantastische Wanderbeschreibung in einer fantastischen Natur und tollen Umgebung. Mit samt der Einkehrmöglichkeiten rings um die Tour kann es sofort los gehen. Danke für die spezifischen Tipps.

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