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Wandertipp: Rinnthaler Höhenweg (Südpfalz)

Eine tolle, abwechslungsreiche Wanderung in der Südpfalz möchten wir euch empfehlen – den Rinnthaler Höhenweg. Diese kleine, aber feine Wandertour ist für jede Jahreszeit geeignet. Ob Sommer, Herbst oder Winter die Route hat zu jeder Zeit ihren ganz eigenen Charme. Wir waren Ende November hier unterwegs und erwischten einen Tag mit traumhaften Wetter.


Unser Start

Mit dem Auto fuhren wir direkt in das kleine pfälzische Örtchen Rinnthal. Hier fanden wir direkt in der Ortsmitte einen kleinen, kostenlosen Parkplatz an der Hauptstraße (49°13’03.7″N 7°55’44.5″E). Solltet ihr hier kein freies Plätzchen finden, werdet ihr sicherlich auf einem der zahlreichen Wanderparkplätze in der Umgebung fündig. Parkmöglichkeiten gibt es hier jedenfalls genügend. Ein sehr beliebter Parkplatz ist der direkt am Wald (49°13’02.7″N 7°55’36.3″E).

Von hier aus starteten wir in Richtung Kirche, welche absolut nicht zu übersehen ist. Für so einen relativ kleinen Ort wirkte diese Kirche auf uns recht monumental groß und eindrucksvoll. Sehr hohe, große Säulen machen dieses alte Gemäuer schon zu einem echten Hingucker. Unser eigentliches Objekt der Begierde befand sich jedoch genau gegenüber der Kirche. Eine große Wandertafel, die einen umfangreichen Überblick über alle Wandermöglichkeiten rundum Rinnthal abbildet.

Wandertafel in Rinnthal
Wandertafel in Rinnthal

Der Höhenweg

Von der Wandertafel aus ist der Rinnthaler Höhenweg sehr gut ausgeschildet. Man folgt einfach dem hellblauen Schild Höhenweg und kann so die Route gar nicht verfehlen.

Wandersymbol des Rinnthaler Höhenwegs
Wandersymbol des Rinnthaler Höhenwegs

Der Weg führte uns zunächst über das kleine Flüsschen Queich, welches sich sehr idyllisch durch den gesamten Ort schlängelt. Nach ca. 150 m begann dann auch schon der Waldpfad. Ab jetzt ging es für uns ca. 1,8 km nur bergauf bis zum Buchholzfelsen.

Blick auf Rinnthal
Blick auf Rinnthal

Der Buchholzfelsen

Schon unterhalb des recht langgezogenen Felsriffs, kann man die tolle Steinformation bewundern. Einfach gigantisch. Über einen schmalen Pfad und eine alte Steintreppe gelangten wir weiter hinauf zum Fels. Zunächst entlang der Felswand, hatten wir eine tolle Aussicht auf den Pfälzer Wald und ein paar skurrile Bäume, die uns geradezu einluden ein paar Fotos zu machen.

Blick hoch zum Buchholzfelsen
Blick hoch zum Buchholzfelsen
Schön gewachsene Bäume
Schön gewachsene Bäume
Immer an der Felswand entlang
Immer an der Felswand entlang
Ausblick auf die Pfälzer Berge vom Rinnthaler Höhenweg
Ausblick auf die Pfälzer Berge vom Rinnthaler Höhenweg

Entlang der Felswand leitete uns der schmale Weg dann zum Felsplateau. Bei bestem Kaiserwetter hatten wir von hier aus eine großartige Aussicht auf das Queichtal und den Ort Annweiler.

Eine Ruhebank lud uns hier förmlich zum Verweilen und Tee trinken ein. Wir hatten das Felsplateau und die Aussicht für uns ganz allein und konnten somit die Aussicht einfach nur in Ruhe genießen.

Blick in Richtung Annweiler
Blick in Richtung Annweiler
Ruhebank auf dem Buchholzfelsen
Ruhebank auf dem Buchholzfelsen

Anschließend machten wir uns auf dem Weg zu einem weiteren Highlight der kurzweiligen Wandertour – dem Wackelstein.

Der Wackelstein – Felsen

Entlang einiger kleiner Felsen und vorbei an einer hohen Anzahl von Grenzsteinen liefen wir durch den herbstlichen Pfälzer Mischwald in Richtung des Rindsbergs. Nach nicht einmal weiteren 2 km kamen wir auch schon an dem Felsen mit dem ungewöhnlichen Namen an. Er befindet sich auf einer Höhe von ca. 473 m und wenn man ihn sieht, erkennt man sofort warum er den Namen Wackelstein trägt.

Höhenweg in Richtung Wackelstein
Höhenweg in Richtung Wackelstein

Durch Verwitterung wurde der Buntsandstein des Felsens unten herum so weit zersetzt, dass es aussieht als könnte er jeden Moment einfach umkippen. Und oben drauf sieht er eher aus, wie ein riesiger Felsentisch. Ein tolles Naturschauspiel. Doch keine Sorge, wackeln tut er bei weitem nicht. Dafür bot er sich uns als tolles Fotomotiv an. Vor allem, weil sich die Sonne genau hinter dem Felsen befand und ihn in ein sehr schönes Licht tauchte.

Der Wackelstein auf dem Höhenweg
Der Wackelstein auf dem Höhenweg

Natürlich gibt es auch hier am Wackelstein ein paar Sitzmöglichkeiten, um die Aussicht auf den kleinen Ort Spirkelbach und den umliegenden Pfälzer Wald zu genießen. Wir gönnten uns diese Rast allerdings dieses Mal nicht, sondern liefen weiter wieder in Richtung Rinnthal zurück.

Ab hier führte uns der Pfad nur noch bergab durch den Wald wieder zu unserem Ausgangspunkt. Nach ca. 4 km kamen wir auch schon wieder am Auto an und waren über die Kurzweiligkeit dieser Tour sehr überrascht.

Fazit

Diese Wanderung ist mit gerade einmal 8 km ideal für eine kurze 2 stündige Tour in der Pfälzer Natur. Das ist abhängig davon wie lang und wie viele Pausen ihr macht. Es sind schöne, kurze Strecken mit einigen Steigungen.

Auf Grund der Kurzweiligkeit ist diese Wanderrunde auch absolut für Familien mit Kindern geeignet. Obwohl wir keine Familien und auch sonst kaum jemanden unterwegs antrafen. Wir hatten mal wieder Glück und waren die meiste Zeit allein im Wald und konnten somit ausgiebig entspannen und „Waldbaden“, wie man so schön sagt. 🙂

Die Anstiege zu den Felsen sind auch für ungeübte Wanderer machbar. Schließlich wird man dafür auch mit tollen Aussichten belohnt. Eine besondere Ausrüstung braucht ihr hier nicht. Gute Wanderschuhe sowie ein wenig Essen und Trinken sind völlig ausreichend. So könnt ihr die Aussichten bei einer kleinen Pause auch genießen.

Ihr findet unsere vollständige Wanderrunde in Komoot: Rinnthaler Höhenweg (Südpfalz)

Schaut euch auch unsere letzte Wanderung im Schwarzwald an: Wandertipp: Aufstieg zur Badener Höhe mit Herrenwieser See (Schwarzwald)