titelbild herrenwieser See

Wandertipp: Aufstieg zur Badener Höhe mit Herrenwieser See (Schwarzwald)

Die Badener Höhe und der Herrenwieser See sind lohnenswerte Ziele im Nordschwarzwald, vor allem im Herbst. Wenn das Wetter traumhaft ist und die Bäume bunt gefärbt sind, bieten sich dem Wanderer hier tolle Aussichten und eine ruhige, wildromantische Atmosphäre.

Bevor wir unsere Wintertouren starten, möchte wir euch noch von einer unserer letzten Herbsttouren berichten. Es war Mitte November und das Wetter war für diese Jahreszeit ungewöhnlich gut und die Temperaturen traumhaft mild. Nachdem unsere letzten Touren eher im Allgäu und in der Pfalz waren, entschieden wir dieses Mal zum Wandern in den Schwarzwald zu fahren.

Unser Start

Ganz in der Nähe der Schwarzenbachtalsperre bei Forbach starteten wir unsere Wanderung. Hier gibt es einige Wanderparkplätze, auf denen man kostenlos stehen kann. So auch bei der Herrenwieser Schwallung (48°39’18.9″N 8°17’15.4″E).

Herrenwieser Schwallung
Herrenwieser Schwallung

Mit festem Schuhwerk sowie genügend Essen und Trinken liefen wir zunächst über die Brücke der Herrenwieser Schwallung. Schon von hier aus erkannten wir die zahlreichen Wegweiser auf der anderen Seite. Da wir uns bereits im Vorfeld über unsere Route informiert hatten, kannten wir bereits unsere Wegrichtung. Komoot ist dabei stets unser treuer Begleiter.

Nach ca. 3 km lichtete sich der Wald auf der rechten Seite des Weges und wir hatten einen fantastischen Ausblick auf den unten liegenden Stausee der Schwarzenbachtalsperre. Hier muss man einfach kurz innehalten und die Aussicht genießen.

Aussicht auf die Schwarzenbachtalsperre auf dem Weg zum Herrenwieser See
Aussicht auf die Schwarzenbachtalsperre

In solchen Momenten denken wir persönlich dann immer – Wandern ist für uns eine Form der Meditation. Nicht nur die körperliche Bewegung, sondern vor allem die Natur und die Aussichten bringen uns immer innerlich zur Ruhe. Nach manchen Wandertagen fühlen wir uns oft als hätten wir gleich ein paar Tage Urlaub gemacht.

Von hier aus führte uns der Weg für weitere ca. 1,5 km, direkt zum Herrwieser See.

Der Herrenwieser See

Der See liegt abgeschieden mitten im Wald auf einer Höhe von ca. 830 m. Namensgeber für diesen See ist der in der Nähe liegende Ort Herrenwies. Im späteren Verlauf unserer Wanderung kamen wir auch durch diesen Ort.

Dieser See ist der kleinste Karsee im Nordschwarzwald und fügt sich wildromantisch in diese bewaldete Landschaft ein. Er ist dabei gerade einmal 176 m lang und 92 m breit und hat eine Tiefe von 9,5 m.

Auf der östlichen Uferseite befinden sich einige Bänke, die zum Pausieren und Verweilen einladen. Hier fanden wir ein wunderbares Plätzchen für unsere Rast. Eine Bank, direkt in der Sonne. Es fühlte sich zum Teil wie im Sommer an.

Herrenwieser See
Herrenwieser See

Als wir am See ankamen, stieg ein leichter Nebel von der Wasseroberfläche auf, was die ganze Szenerie mystisch machte. Wir nutzten die Bank für eine kleine Essenspause und zur Entspannung. Der Anblick und die warmen Sonnenstrahlen im Gesicht ließen uns träumen und völlig entspannen.

Vom Herrenwieser See folgten wir dem Wegweiser in Richtung Badener Höhe. Hier wurde der Weg allmählich steiniger und steiler.

Felsiger Pfad vom Herrenwieser See zum Bussemer Stein (Seekopf) hoch
Felsiger Pfad zum Bussemer Stein (Seekopf) hoch

Immer bergauf zur Badener Höhe kamen wir, nach ca. 800 m, vorbei am Zweiseenblick auf ca. 940 m üNN. Normalerweise kann man hier, laut Beschreibung im Internet, die beiden Seen (Stausee und Herrenwieser See) sehen. Leider konnten wir weder den einen noch den anderen erblicken, da der Wald mittlerweile recht hochgewachsen ist. Vielleicht waren wir auch einfach nur blind. 🙂

Der Bussemer Stein

Immer weiter bergauf gelangten wir nach weiteren 250 m zum Bussemer Stein. Dies ist ein Gedenkstein an Philipp Bussemer. Er gründete die Ortsgruppe Baden-Baden des Schwarzwaldvereins. Für Freunde des Geocaching gibt es hier einen kleinen Tipp. Es lohnt sich hinter den Stein zu schauen.

Bussemer Stein
Bussemer Stein

Vom Gedenkstein führte uns ein schmaler Pfad bis zur Badener Höhe. Zeitweilig hatten wir hier richtig das Gefühl, dass wir auf einem Bergkamm liefen. Links und rechts wuchsen flache Bäume und Sträucher. Durch den spärlichen Bewuchs konnten wir hin und wieder in die Ferne blicken und die Höhe, auf der wir uns befanden, schon erahnen. Von weitem konnte man zudem den Friedrichsturm schon erkennen.

Blick zum Friedrichsturm
Blick zum Friedrichsturm

Badener Höhe mit dem Friedrichsturm

Nach ca. 1 km gelangten wir dann zum Höhepunkt unserer Wandertour, zur Badener Höhe mit dem Friedrichsturm. Die Badener Höhe ist der nördlichste Gipfel des Schwarzwalds mit einer Höhe von 1.002 m Höhe. Für eine Rast bieten sich hier genügend Bänke, Tische und sogar eine Schutzhütte an. Natürlich muss Essen selbst mitgebracht werden.

Auf der Badener Höhe befindet sich der Friedrichsturm, welcher ca. 34 m hoch ist. Namensgeber des Turmes war Großherzog Friedrich I. von Baden, der den Turm 1891 einweihte.

Nur ca. 168 Stufen trennten uns von einer atemberaubenden Aussicht in die umliegende Region. Die Begehung des Turms ist kostenlos. Die Rundumsicht in den Schwarzwald, ins Elsass, den Vogesen, der Pfalz und in die Rheinebene war einfach fantastisch. Wir genossen bei bestem Wetter diesen Anblick ausgiebig, bevor wir uns unten ein Plätzchen für eine kleine Vesperpause suchten.

Traumhafte Aussicht auf den Nordschwarzwald
Traumhafte Aussicht auf den Nordschwarzwald
Traumhafte Aussicht vom Friedrichsturm
Traumhafte Aussicht vom Friedrichsturm
Zwei Reise-Geister auf dem Friedrichsturm
Zwei Reise-Geister auf dem Friedrichsturm

Von der Badener Höhe führte uns dann die Wanderroute direkt wieder herunter, an Herrenwies vorbei und wieder zum Wanderparkplatz. Der Weg hinunter kam uns sehr kurz und schnell vor. Wer möchte kann unterwegs noch einen Abstecher zum Naturfreundehaus Badener Höhe machen. Ihr solltet allerdings vorher prüfen, ob diese geöffnet hat.

Unsere Route

Diese Wanderung war mit ca. 11 km eher eine kurze Wanderung, wobei sie landschaftlich und von der Streckenbeschaffenheit her sehr abwechslungsreich war. Neben sehr gut ausgebauten Waldwegen, findet ihr hier auch steile, felsige Abschnitte. Highlights auf dieser Tour sind neben dem Herrenwieser See und der Badener Höhe, die tollen Aussichten in die umliegende Region. Und mit gerade einmal 330 Höhenmeter, die ihr überwinden müsst, ist diese Tour auch für wanderbegeisterte Familien geeignet.

Eine besondere Wanderausrüstung braucht ihr nicht für diese Tour. Festes Schuhwerk sowie genügend Essen und Trinken reichen für den erfahrenen Wanderer völlig aus.

Solche kurzweiligen Wanderungen zeigen uns immer wieder wie schön unsere aktuelle Wahlheimat im Südwesten Deutschlands ist. Es lohnt sich einfach immer wieder raus in die Natur zu gehen und neue Touren zu erkunden. Und das am besten zu jeder Jahreszeit. Ihr findet unsere vollständige Wanderung wieder in Komoot: Aufstieg zur Badener Höhe mit Herrenwieser See

Schaut euch auch unsere Winterwanderung im Schwarzwald zur Teufelsmühle an: Wandern im Schwarzwald: Wanderheim Teufelsmühle – Hochebene Runde von Bad Herrenalb

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